Anzeigen-Spezial

Brexit, Indien und Seidenstraße 2.0 –

Welche Trends verändern den globalen Handel?

Es war ein hartes Jahr für internationale Handelsabkommen. England beschloss den Ausstieg aus der Europäischen Union. Die Verhandlungen für ein Handelsabkommen zwischen der EU und den USA (TTIP) sind zum Erliegen gekommen. Und die Verabschiedung des Abkommens zwischen der EU und Kanada (CETA) wurde durch eine abtrünnige belgische Provinz aufgehalten. Die Auswirkungen, die die protektionistische Handelspolitik des neuen US-Präsidenten Donald Trump haben wird, sind noch nicht abzuschätzen. Erst im Januar kündigte Trump den Ausstieg der USA aus dem transpazifischen Handelsabkommen (TPP) an.

Viele Gründe also für Unternehmen, der Zukunft des globalen Handels unsicher entgegen zu sehen. Dennoch gibt es auch Gründe optimistisch zu sein, gerade mit Blick auf die asiatischen Länder.

Der Handel wird regionaler und verschiebt sich

Angesichts der Herausforderungen mit denen die großen internationalen Handelsabkommen zu kämpfen haben, ist es nicht überraschend, dass viele Staaten versuchen auf regionaler Ebene bilaterale Abkommen zu schließen und eine eigene Liberalisierung der Handelspolitik voranzutreiben. So äußerte England bereits kurz nach der Volksabstimmung zum Brexit den Wunsch nach einem neuen Handelsabkommen mit Europa, welches dem Land Zugang zum europäischen Binnenmarkt gewähren würde. Ein Wunsch, der jedoch von europäischer Seite unerfüllt bleiben könnte. Auch NAFTA, das Handelsabkommen zwischen Mexiko, den Vereinigten Staaten und Kanada dürfte unter Präsident Trump neu verhandelt werden. Verhandlungen, die Chancen mit sich brächten. So hat das Abkommen durchaus Aktualisierungsbedarf, vor allem in Bezug auf die Landwirtschaft und das Transportwesen, aber auch digitale Dienstleistungen. Das Risiko ist jedoch groß, dass Präsident Trump die Neuverhandlungen nutzen wird, um zu versuchen die nach Mexiko abgewanderten Arbeitsplätze wieder zurück auf amerikanischen Boden zu holen.

 

In den asiatischen Märkten zeichnet sich jedoch ein positiveres Bild ab. Der ASEAN-Staatenbund (Association of Southeast Asian Nations), bestehend aus Singapur, Malaysia, Thailand, den Philippinen und Indonesien, sowie Brunei, Vietnam, Laos und Kambodscha, verhandelt derzeit das RCEP-Abkommen (Regional Comprehensive Economic Partnership), welches die drei größten Konsumentenmärkte enger aneinanderbinden könnte. Das Ziel ist etwa die Senkung von Einfuhrzöllen und gemeinsame Richtlinien für Investitionen und den Schutz von Urheberrechten.

Ein Autobahnkreuz nahe Shenzhen, China

 

Weitere Faktoren, wie der Ausbau der Transport-Infrastruktur und der Energienetze, aber auch beachtliche Fortschritte in datengetriebenen Handelsdienstleistungen werden den überregionalen Handel von Gütern weiter stimulieren. Liegt der Anteil Asiens am globalen Handel derzeit noch bei 34%, wird er bis 2025 auf 39% steigen und damit Europa als führende Handelsregion ablösen. Angetrieben von einer wachsenden asiatischen Mittelschicht, die bis 2030 einen Anteil von 66% an der gesamten globalen Mittelschicht erreichen und eine verstärkte Nachfrage an Konsumgütern mit sich bringen wird, dürfte Asien und damit nicht zuletzt China zu einem noch wichtigeren globalen Handelspartner werden.

 

Mehr Informationen über den Stand des globalen Handels finden Sie im

„Global Trade Report“ der HSBC. hier

One Belt, One Road–Die neue Seidenstraße

Der von Chinas Präsident Xi Jinping 2013 enthüllte „Belt and Road Plan“ umfasst zwei gigantische Infrastrukur-Projekte mit dem Ziel Chinas globale Handelsrouten auszubauen. So soll der „Silk Road Economic Belt“ Überland-Transportwege, wie Straßen und Eisenbahntrassen entlang der historischen Seidenstraße ausbauen, während die „21st century Maritime Silk Road Initiative“ Häfen und Übersee-Handelsrouten umfasst. Beide Initiativen sollen die globalen Bewegungen von Gütern, Menschen, Kapital, Rohstoffen und Dienstleistungen vereinfachen und stimulieren, sowie die Urbanisierung des chinesischen Festlandes vorantreiben – einer der wichtigsten Wachstumsfaktoren in Chinas Fünfjahresplan.

Nach Abschluss sollen die Projekte 65 Länder in Asien, dem mittleren Osten, Europa und Afrika mit der zweitgrößten Volkswirtschaft weltweit verbinden und damit zusammengenommen 63% der globalen Bevölkerung und 29% aller globalen Bruttoinlandsprodukte. Analysten rechnen mit einem jährlichen Handelsvolumen von über 2,5 Billionen Dollar in der nächsten Dekade, verglichen mit 1 Billionen Dollar in 2014. Ein Wirtschaftsmotor wie kein anderer.

Mehr Informationen zur „Belt and Road“-Initative finden sie hier.
www.Rmb.hsbc.com

Aufstrebende asiatische Länder

Jedoch ist nicht alles rosig in Chinas Wirtschaft. Eine komplexe Bürokratie und das steigende Schuldenniveau drohen das Wachstum zu verlangsamen. Sinkende Exportzahlen aufgrund geringerer globaler Nachfrage, steigende Lohnniveaus und der unter dem „Made in China 2025“-Plan der Regierung angeordnete Umstieg auf Hightech-Produktion zwingen zudem viele Produzenten aus dem Billigsektor umzudenken. Fabriken werden geschlossen oder weiter ins Inland verlegt, einige setzen verstärkt auf Automatisierung oder wandern sogar in andere südostasiatische Länder ab, etwa nach Indien, Myanmar, Vietnam und in die Philippinen.

 

Gerade Indien, als das zweitbevölkerungsreichste Land nach China, konnte in den letzten Jahren seine Wirtschaft stärker ausbauen, als andere Schwellenländer. Knapp der Hälfte seiner 1,25 Milliarden Einwohner sind jünger als 25 Jahren alt, damit verfügt das Land über ein gigantisches Arbeitspotential, sowie bereits jetzt über eine IT-Industrie, die längst auf globaler Ebene mitspielt. Wenn das Land sein jährliches Wirtschaftswachstum von 9,9% beibehalten kann wird es noch 2017 England als fünftgrößte Wirtschaftsmacht überholen, 2022 sogar Deutschland als viertgrößte. Jedoch muss Indien dafür mutige Reformen voranbringen, nicht nur in Bezug auf die oft unübersichtlichen Steuer- und Arbeitsgesetze, sondern auch bei der Infrastruktur, nicht zuletzt die Stromversorgung in den Metropolen und ländlichen Regionen.

Privat gelegte Stromkabel in Indien

Aber auch kleinere Länder profitieren von Chinas Strahkraft. Vor allem Vietnam konnte im Norden des Landes aus China fliehende Textil- und Kleidungshersteller ansiedeln, sowie Hightech-Zentren und Industrieparks in den Provinzen Danang und Ho Chi Minh City entwickeln. Mit einem BIP-Wachstum von 7 Prozent im Jahr 2016 ist das Land auf dem Weg, eines der nächsten industriellen Zentren Asiens zu werden.


Auch Thailands Wirtschaft floriert: Nachdem das Land im Jahr 1997 Vorschriften für die Autoindustrie aufhob, siedelten sich vor allem japanische Autohersteller im Land an. Heute ist Thailand der siebtgrößte Automobilexporteur weltweit und hat Pläne, Industriezweige wie Biotechnologie, „Internet of Things“ und Mechatronik verstärkt im Land anzusiedeln. Zwar hat jedes der ASEAN Länder mit eigenen regionalen Problemen zu kämpfen, aber zusammengenommen steigerte der Staatenbund seinen Export an Dienstleistungen und Gütern über die letzten zehn Jahre um 77 Prozent. Er liegt damit deutlich über dem globalen Durchschnitt von 57 Prozent. Die Perspektiven sind also nicht nur in China, sondern auf dem gesamten Kontinent vielversprechend.

Mehr Informationen über aufsteigende asiatische Wirtschaften
finden sie hier.  www.firmenkunden.hsbc.de/asean

Die HSBC–Ihr Ansprechpartner

Mit mehr als 37 Millionen Kunden weltweit und einem Netzwerk von über 4.000 Niederlassungen in 70 Ländern und Regionen ist HSBC mit lokalem Know-how und Experten vor Ort perfekt positioniert, um ihren Kunden nicht nur in finanziellen Fragen, wie Transaktionen und Investitionen, beiseite zu stehen, sondern sie auch bei wichtigen strategischen Entscheidungen und im Risiko Management beraten zu können. Die HSBC ist zudem die führende internationale Bank auf dem chinesischen Festland und Hong Kong. HSBC unterstützt in Deutschland sowohl international tätige Konzerne als auch mittelständische Unternehmen, die weltweit Wachstumschancen nutzen wollen.

Im internationalen Handel sind individuelle und schnelle Lösungen für den Erfolg entscheidend. HSBC begleitet Sie durch den gesamten Handelszyklus: von der Geschäftsanbahnung über die Optimierung Ihrer Supply-Chain bis zur Zahlungsabwicklung.

Nutzen Sie die Chancen der Internationalisierung mit einem der führenden Bankpartner im Außenhandel.

Was können wir für Sie tun?

www.firmenkunden.hsbc.de

Die Süddeutsche Zeitung ist weder für den Inhalt der Anzeige noch die darin enthaltenen Verlinkungen noch für ggf. angegebene Produkte verantwortlich.